…weibliche Kücken in die Hölle und dann ab in den Grill… männliche Kücken lebend in den Schretter… ist da noch ein Kommentar notwendig? Weiterhin werden über 300.000 Hähnchen auf dem Oktoberfest verspeist…
Dürfen wir Tiere essen?

Immer mehr Menschen essen immer mehr Fleisch. Und obwohl zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass zu viel Fleisch ungesund ist, ändern sich die Essgewohnheiten nur wenig. Ganz im Gegenteil. Schätzungen zufolge wird sich die Fleischproduktion in den nächsten 35 Jahren weltweit verdoppeln. Wohin wird das führen? Der Themenabend klärt über die globalen Folgen des Fleischkonsums auf, diskutiert Lösungsansätze und zeigt Alternativen auf.
Ob erschreckende Zustände in der Putenmast, massiver Antibiotikaeinsatz in der Geflügelzucht, nicht fachgerecht ausgeführte Tötung von Rindern - Fleischproduzenten stehen in der Kritik. Hinzu kommt, dass Futterexporte aus Dritte-Welt-Ländern dort zu Hunger und Elend führen und dass Fleischexport nach Afrika die Märkte vor Ort zerstört. Die Filmemacherin Jutta Pinzler hat über ein Jahr lang weltweit recherchiert. Ihre Aufnahmen zeigen, welche verheerenden Konsequenzen die massenhafte Fleischproduktion hat.
In den letzten 50 Jahren hat sich der weltweite Fleischkonsum verfünffacht. Während man in Europa schon immer viel Fleisch gegessen hat, wächst die Lust darauf nun auch in Ländern wie China und Indien. Doch der Hunger nach Fleisch hat verheerende Konsequenzen. In China nehmen gesundheitliche Probleme der Bevölkerung durch die veränderte Ernährung stetig zu, in Paraguay führt der Futterexport nach Europa zu extremer Armut, in Frankreich und Deutschland ist das Grundwasser durch die extensive Landwirtschaft gefährdet und weltweit leidet das Klima. Viele Masttiere gleichen mittlerweile Futterverwertungsmaschinen und verbringen ihr kurzes Leben zusammengepfercht in dreckigen Ställen.
Die Industrie hingegen wirbt mit Heilsversprechen für ihre Produkte - Fleisch sei gesund und für eine ausgewogene Ernährung notwendig. Dabei belegen Studien, dass der Konsum von zu viel rotem Fleisch nicht nur krank macht, sondern das Leben sogar verkürzen kann. Auch weißes Fleisch ist problematisch, denn Hühner und Puten werden erschreckend häufig mit Antibiotika behandelt. Moderne Mastbetriebe haben sich zu Hightech-Firmen entwickelt, in denen die Tiere lediglich Produkte sind. Dass es sich um Lebewesen handelt, wird gerne vergessen.
Jährlich produziert Europa rund 40 Millionen Tonnen Fleisch, das Futter für die Tiere kommt oft aus Südamerika, zum Beispiel aus Paraguay. Einige wenige Unternehmer verdienen dort an dem Export sehr gut, die Mehrheit der Bevölkerung leidet darunter. Denn die Sojapflanzen werden mit extrem giftigen Pflanzenschutzmitteln besprüht. Eine wissenschaftliche Studie der Universitätsklinik von Asunción belegt, dass in Dörfern in der Nähe von Sojafeldern auffällig oft Kinder mit Missbildungen geboren werden.
Aber nicht nur der Import nach Europa, auch der Export führt zu Hunger und Elend. Fleisch wird in Europa so günstig hergestellt, dass es für viele Afrikaner billiger ist, europäische Produkte zu kaufen als selber zu produzieren. Eine Folge ist die Zerstörung der einheimischen Märkte, denn die Bauern sind der industriellen und staatlich subventionierten Konkurrenz aus Europa schutzlos ausgeliefert, wie Berichte aus Ghana und Benin beweisen.
Interessanter Bericht ausgestrahlt in ARTE am 27.3.2012.
In den nächsten 7 Tage kann hier der Film nochmals angesehen werden (Bitte kompletten Link in den Browser kopieren).
http://www.arte.tv/de/Nie-wieder-Fleisch/6449602.html
Fleisch essen kann krank machen
Kaum ein Ernährungsexperte, der nicht von hohem Fleischkonsum abrät. Mediziner sehen einen Zusammenhang zwischen dem Verzehr von fetthaltigem Fleisch und Zivilistionskrankheiten wie etwa Herz-Kreislauferkrankungen, Rheuma und Gicht.
Was schlimmer ist: Die Massentierhaltung, da sind sich Experten einig, ist mitverantwortlich für viele ansteckende Krankheiten. Rund drei Viertel aller neu aufkommenden Krankheiten sind Zoonosen, schätzt die World Organization for Animal Health (OIE). Zoonosen sind Krankheiten, die ursprünglich bei Wirbeltieren verbreitet waren und auf den Menschen übertragen wurden. Dazu zählen Salmonellen, SARS, Gelbfieber, aber auch die Vogelgrippe (H5N1). Im Winter 2003/2004 starben an der Vogelgrippe 20 Menschen. Das klingt vergleichsweise harmlos. Doch Seuchenexperten warnen, dass aus dem Kontakt mit dem Erreger der Schweinegrippe (H1N1) ein neuer Supervirus entstehen könnte. Manche Forscher befürchten Szenarios wie bei der Spanischen Grippe. Die forderte zwischen 1918 und 1920 auf der ganzen Welt fast 50 Millionen Todesopfer.
Mikrobiologen konnten die Entstehung einer neuen Form der Schweinegrippe direkt bis zu einer Schweinefarm in North Carolina zurückverfolgen. Der US-Bundestaat hat, neben Iowa, die größte Schweineproduktion in den USA. Auch die Vogelgrippe sehen Forscher im Zusammenhang mit intensiver Tierhaltung. Eine hoch ansteckende Form von H5N1 verbreitete sich ab 1997 in Hongkong und Umgebung - in Geflügelfarmen.
Die Massentierhaltung begünstigt nicht nur die Entstehung neuer Krankheitserreger. Sie sorgt auch gleich dafür, dass viele von ihnen gegen Antibiotika resistent sind. Da das Immunsystem der Tiere geschwächt ist, bekommen sie vorsorglich mit dem Futter große Mengen der antimikrobiellen Mittel. Bakterien sind aber sehr anpassungsfähig und entwickeln Varianten, denen das Medikament nichts anhaben kann. Ein solcher Erreger ist etwa MRSA (Multi-ResistenterStaphylococcus aureus). Das Bakterium tötete in den USA im Jahr 2005 etwa 19.000 Menschen - mehr als im selben Jahr an Aids starben.
Die Nachteile zumal der industriellen Fleischproduktion sind so offenkundig, dass man sich fragt, warum Fleisch aus Massentierhaltung überhaupt noch verkauft werden darf. Doch sollte sich der Vegi-Trend fortsetzten, werden wir vielleicht schon bald Warnhinweise auf den plastikverpackten Fleischbrocken in der Gefriertruhe finden. Einer dieser Hinweise müsste lauten:
“Dieses Fleisch können Sie nur darum so billig kaufen, weil die von der EU subventionierte Agrarindustrie die Leiden der Tiere geringschätzt und die wahren Kosten der industriellen Tierproduktion auf die Allgemeinheit abwälzt. Und weil Sie dieses System mit Ihrem Kauf unterstützen.”
MEATOUT 2012

Wir rufen unter dem Motto “Leben und leben lassen” zur Teilnahme am weltweiten Aktionswochenende MEATOUT vom 16. bis 18. März 2012 auf.
MEATOUT wird u. a. unterstützt von: Joaquin Phoenix, Pamela Anderson, der Schauspielerin Stephanie Kindermann, der Deutschen Meisterin im Amateur-Boxen Elena Walendzik, der Deutschen Meisterin (St. Pauli) im Rugby, Johanna Jahnke, dem Bodybuilding Weltmeister Alexander Dargatz und dem Kabarettisten Ingo Insterburg.
MEATOUT gibt es seit 1985, wurde von Farm (Farm Animal Reform Movement) in den USA initiiert und findet auf der ganzen Welt immer mehr Unterstützer.
Bitte unterstützen Sie unseren Kampf gegen die Pelzindustrie
Das relativ kleine Land Dänemark ist der weltweit größte „Produzent“ von Nerzpelzen, noch vor China (1). Etwa 15 Millionen Nerze werden jedes Jahr in Dänemark auf mehreren tausend Pelzfarmen des Landes in winzige Käfige gesperrt, wo sie für das Tierqualprodukt Pelz ein kurzes Leben unter unerträglichen Bedingungen führen müssen. Ein bedeutender Anteil der dänischen Pelzproduktion findet sich in Deutschlands Boutiquen und Versandhäusern wieder. Jetzt zeigt ein neues Undercover-Video von Dänemarks Nerzfarmen einmal mehr das wahre Gesicht der skrupellosen Pelzindustrie. Es zeigt, wie die sensiblen Nerze sich selbst und ihre Artgenossen annagen, weil sie die tierquälerische Gefangenschaft nicht ertragen. Viele Nerze weisen schwere Verletzungen auf.
Hier das wahre Gesicht der Pelzindustrie!
http://youtu.be/xNuWU1PGPO8
Fleischessen muss peinlich sein
Frau Duve, warum essen Menschen Fleisch?
Duve: Gute Frage. Ich glaube, weil es gut schmeckt, weil es einfach zuzubereiten ist und weil wir seit 30, 40 Jahren gewohnt sind, sehr viel Fleisch einigermaßen billig essen zu können. Dann hat es natürlich auch damit zu tun, welche Gerichte wir in unserer Kindheit gegessen haben. Früher, lange bevor Fleisch zu solch einem billigen Konsumartikel geworden ist, war Fleisch ein privilegiertes Nahrungsmittel für den Adel, später dann für die Männer. Deswegen fällt es Männern auch schwerer, darauf zu verzichten, weil sie es als Anspruch empfinden, der ihnen zusteht.
Häufig hören Vegetarier von älteren Menschen, auf ihren Fleischverzicht angesprochen, den Satz «Aber Wurst isst Du doch?» Fehlt bei der älteren Generation das Bewusstsein, was hinter Fleisch eigentlich steckt?
Duve: Ja, das ist auch eine Generationenfrage. Ich höre oft, wenn sich in Familien die Essgewohnheiten ändern, dass es von den Kindern ausgeht. Die stellen dann, manchmal schon mit acht Jahren, häufig aber im Teenageralter, das Essen in Frage und machen es zum Thema am Familientisch. Erziehung erfolgt dann quasi andersherum. Aber gerade die Generation unserer Großeltern hat noch Zeiten des Hungers mitgemacht und für die ist natürlich ein so kalorienreiches Nahrungsmittel wie Fleisch etwas Besonderes.
Zum Bild einer richtigen Mahlzeit gehört hierzulande ja auch immer Fleisch. Dazu Gemüse und eine Sättigungsbeilage …
Duve: Genau. Der Mittelpunkt des Tellers ist dieser Fetzen von einem Tier und darum herum gruppiert sich alles andere wie eine Dekoration.
Wenn ich in einen Supermarkt gehe, dann sehe ich Schnitzel für den Toaster …
Autorin Karen Duve lebt lieber mit ihrem Huhn zusammen, als es zu essen.
Foto: dpa
Duve: Ja, so ein Toasty! Ich habe neulich gelesen, dass das eines der meistverkauften Lebensmittel ist. Und ich dachte immer, so etwas isst doch niemand.
Haben wir denn völlig den Bezug zu unserer Nahrung verloren? Tiere als Snack für zwischendurch?
Duve: Wir haben den Bezug dazu verloren, wie unsere Nahrung hergestellt wird, während wir zu Tieren einen immer engeren Bezug haben wollen. Wenn man sich nur einmal ansieht, was im Fernsehen läuft, dann wimmelt es dort nur so von Tiersendungen. Gerade die Zootiere werden so vorgestellt, dass man sie als Persönlichkeiten wahrnimmt. Dadurch gibt es auch eine Bereitschaft, Tieren Kompetenzen zuzugestehen.
Ich glaube auch, dass es in dieser Gesellschaft niemand richtig findet, dass Tiere gequält werden. Aber gleichzeitig haben wir der Nahrungsmittelindustrie und besonders der fleischerzeugenden Industrie völlig freie Hand gelassen, die irgendwo im Dunkeln hinter Mauern Tiere auf eine so barbarische Art behandelt, wie sie noch nie behandelt worden sind. Während also auf der einen Seite die Tierliebe immer größer wird, gibt es auf der anderen Seite Zweite-Klasse-Tiere wie Rinder, Schweine oder Hühner, mit denen anscheinend alles gemacht werden darf, Hauptsache, wir erfahren davon nichts.
Wer hat daran Schuld? Die Industrie? Der Verbraucher, der schlussendlich mit seinem Geldbeutel entscheidet?
Duve: Ich finde, dass man das nicht alleine dem Verbraucher in die Schuhe schieben darf. Die vielen Folgen unserer Ernährungsweise wirklich zu überblicken, damit sind wir, glaube ich, überfordert. Hier sind eigentlich die Politiker gefragt. Ich finde, Nahrungsmittel gehören so kontrolliert, wie es dem gesellschaftlichen Wertesystem entspricht. Da gibt es eben diese Diskrepanz, dass wir in einer Gesellschaft leben, die Tiere sehr schätzt, aber mit Produkten versorgt wird, bei denen Tiere auf empörende, barbarische Weise behandelt worden sind. Auf eine Weise, die keiner will.
Die Schuld des Verbrauchers liegt letztlich darin, dass er es wissen könnte. Ich glaube, das ist an noch niemandem vorbeigegangen. Aber wir wollen auch nicht so genau hinsehen, weil wir dann möglicherweise eine Konsequenz ziehen müssten, die uns nicht in den Kram passt. Lösungswege, die Verzicht beinhalten, sind nicht besonders beliebt.
Also reine Bequemlichkeit?
Duve: Nicht nur Bequemlichkeit. Wir leben in einer hektischen Welt. Es ist oft auch Unbewusstheit. Einkaufen ist etwas, dem wir nicht besonders viel Beachtung schenken. Es liegt auch daran, dass die Industrie viel mit dem Unterbewussten arbeitet. Die kleben kleine Bilder auf die Packung mit Fachwerkhäusern, grünen Landschaften und lachenden Schweinen, die unheimlich gerne gegessen werden möchten. Alle diese Bilder sagen: Es ist in Ordnung. Nimm dieses Produkt. Du machst das Richtige. Die Schuld des Verbrauchers liegt darin, dass er nicht sagt: Ich will meiner Nahrung die Achtung entgegenbringen, die sie verdient. Die Politiker machen es nicht, also müssen wir es selbst machen.
Ökologie: Essen wir die Erde auf?
Der Fleischbedarf steigt stark und die Erde wird immer wärmer. Die damit verbundenen Umweltkosten sind hoch. Ob sie technisch in Grenzen gehalten werden können oder nur durch Vegetarismus, ist umstritten.
Wenn wir uns über Fleisch hermachen, wird uns nach dem ersten Bissen warm, es liegt am „heat increment of food“, das ist die Abwärme, die beim Verdauen frei wird, sie ist bei Fleisch hoch, weil es mehr und komplexere Proteine hat als Pflanzen. Und schon bevor wir uns über Fleisch hermachen, wird der Erde warm, nicht nur weil wir immer mehr werden – eine Stabilisierung der Weltbevölkerung kommt erst zur Jahrhundertmitte –, sondern auch weil immer mehr nach Fleisch rufen.
„Nutztier-Revolution“
In der liegt das Fleisch am schwersten auf dem Magen der Umwelt: Seine Produktion brachte anno 2000 14 Prozent der Treibhausgase, 63 Prozent des Stickstoffs und 58 Prozent des Verbrauchs der Primärproduktion. Und sie befindet sich in etwas, was „Nutztier-Revolution“ heißt, aber „Explosion“ heißen sollte: Die Mittelschichten der Schwellenländer konsumieren zunehmend Fleisch, das wird den Verbrauch bis 2030 um 68 Prozent steigern (gegenüber 2000) und die Ökosysteme endgültig überfordern. Vermeiden ließe sich dies nur, wenn die Ernährung radikal umgestellt würde – auf Pflanzen –, rechnet Nathan Pelletier (Hallifax) vor (Pnas, 6.10.).Also zur Weltrettung Vegetarier werden/bleiben?
Nicht nötig, beruhigt Henning Steinfeld (Welternährungsorganisation FAO) in einem Kommentar zu Pelletier: Man müsse nicht beim Konsum ansetzen, in der Produktion sei Luft genug, durch Intensivierung des Futteranbaus und Umstieg beim Fleisch, vom langsam wachsenden und Methan emittierenden Rind auf Schwein (und Geflügel): Dadurch sei von 1961 bis 2001 eine Steigerung der Fleischproduktion um 245 Prozent gelungen und man habe nur 30 Prozent mehr Land gebraucht (Pnas, 6.10.).
Die einen Zahlen sehen so solide aus wie die anderen, Nachprüfen ist schwer. Wie auch immer, es gibt einen dritten, sofort beschreitbaren Weg: In den USA landen 27Prozent des Essens im Müll. Würden sie verzehrt, bilanziert Michel Webber (University of Texas), würden zwei Prozent des US-Energieverbrauchs gespart (Environ. Sci. Technol. 44, S.6464).
Schockierende Bilder: Schlangen leiden für die Luxusbranche
Schlangen, denen bei lebendigem Leib die Haut abgezogen wird. Echsen, die mit zusammengeschnürten Beinen in Plastiksäcke gestopft werden. Die «Rundschau» hat den Alltag bei der Reptillederproduktion in Indonesien dokumentiert. Jetzt fordern Zoologen einen Handelsstopp.
http://www.youtube.com/watch?v=593TVgZYNPs
http://www.youtube.com/watch?v=FMfmB1pViGM
Kein anderes Land handelt mit derart vielen Produkten von artengeschützten Tieren wie die Schweiz. Hauptverantwortlich dafür ist die Uhrenindustrie. Jedes Jahr importiert sie mehr als eine Million Uhrenarmbänder aus artengeschützten Reptilien. In der Mehrzahl sind es Krokodile, aber auch Schlangen und Echsen werden in der Uhrenbranche verwendet.
Keine Gnade: Die Schlangen werden zu Tode gequält.
Kaum bekannt ist, mit welch grausamen Methoden Schlangen und Echsen gejagt und getötet werden. Die «Rundschau» zeigt, wie den sogenannten Bindewaranen gleich nach dem Fang die Beine eng über dem Rücken zusammengebunden werden. In Plastiksäcken transportiert, müssen sie so tagelang verharren, bis sie schliesslich das Schlachthaus erreichen. Dort werden sie auf qualvolle Weise getötet.
David Senn, Zoologieprofessor an der Universität Basel und ursprünglich Reptilienforscher, hat das «Rundschau»-Material gesehen: «Ich bin schockiert. Das ist eindeutig Tierquälerei. Die Konsequenz müsste sein, dass kein anständiger Juwelier weiter solche Leder anbietet.»
Swatch reagiert
Der Uhrenkonzern Swatch reagiert auf die schockierenden Bilder. Die Konzerndivision Far Eastern Procurement Service (FEPS) werde umgehend untersuchen, ob Leder aus dem Fernen Osten verwendet werde und gegebenenfalls die Bezugsquellen vor Ort überprüfen, gab Swatch bekannt. Derartige Produkte aus solch zweifelhaften Quellen hätten in der Produktepalette des Konzerns keinen Platz.
Unwissend zeigt sich der Präsident des Schweizer Verbands der Uhrenindustrie, Jean-Daniel Pasche. Gegenüber der «Rundschau» erklärt er: «Bis jetzt ist die Frage des Tierschutzes in unseren Organen nicht besprochen worden. Deshalb kann ich mich dazu nicht äussern.»
Schlangen verenden qualvoll
Auch in der Modebranche finden Taschen, Gürtel und Schuhe aus exotischem Leder, vor allem aus Schlangenhaut, grossen Absatz. Besonders «in» ist Pythonleder. In den letzten fünf Jahren sind 250’000 Produkte aus Pythonleder in die Schweiz eingeführt worden. Die Waren stammen zu einem grossen Teil von wild gefangenen indonesischen Tieren.
Pythons werden mit Hammerschlägen auf den Kopf getötet. Wie die «Rundschau»-Bilder zeigen, leben viele der Schlangen nach den Schlägen noch stundenlang weiter. Die Pythons werden mit Wasser gefüllt, damit sich ihre Haut anspannt und die Arbeiter vor dem Häuten einen geraden Schnitt anbringen können.

Damit die Haut gespannt ist, werden die Schlagen – noch lebend – mit Wasser gefüllt.
Während der Prozedur des Wässerns bewegen sich einzelne Tiere noch stark. Professor Senn: «Die leben noch. Man muss annehmen, dass das für diese Tiere extrem qualvoll ist.»
Mythos B12-Mangel
Die Urmethodiker wissen, wie mit diesem angeblich fehlenden Vitamin nach wie vor ganze Generationen in Angst und Schrecken versetzt werden. Von allen Ernährungssorgen, die Vegetarier und besonders schlimm Veganer plagen können, gibt es wohl nichts, was sie schlimmer verunsichert, als das Gespenst des Vitamins B12-Mangels. Selbst gestandene Urmethodiker lassen sich damit manchmal ins Bockshorn jagen.
Was ganz besonders stutzig macht, ist die Tatsache, dass B-12-Mangel inzwischen zunehmend zur „Mode – Diagnose“ (auch bei Fleischessern) gemacht wurde. Kaum ein Senior, der nicht schon mal durch seinen Hausarzt damit konfrontiert wurde und „Supplements“ in Tablettenform oder Spritzen empfohlen bekam.
Auch ist immer wieder von Müttern, deren Kinder nicht so recht gedeihen wollten, zu erfahren, dass ihnen B-12 oder Eisenmangel diagnostiziert wurde, obwohl dies nach der gängigen Lesart nicht möglich sein konnte, weil sie Fleisch, Joghurt und Milch fütterten.
Gerade Fleisch- und Fischessen stört die B12-Aufnahme, denn im Fleisch, im Fisch und in Eiern befinden sich hohe Konzentrationen von Schwermetallen und sie machen das B12 dann wieder nicht so gut verwertbar bzw. rauben B 12 und machen dadurch einen Mehrbedarf notwendig
Forschungen haben ergeben:
Es findet eine körpereigene Vitamin B12-Produktion im unteren Dünndarm und Dickdarm beim Menschen statt, wenn er gesund ist. Viele Fleischesser sind es nicht und haben DESWEGEN einen B-12-Mangel! Dr. Dr. Probst und Prof. Herbert haben darüber ausreichend geforscht und geschrieben. Aber dies spricht sich langsam, aber stetig auch in rein schulmedizinisch orientierten Kreisen herum: “Vitamin B12 ist an der Bildung von roten Blutkörperchen beteiligt. Es kann nur von Mikroorganismen gebildet werden. Dieser Tatsache haben wir es zu verdanken, dass wir einen Teil unseres täglichen Bedarfs sozusagen “von innen” decken können, da die natürliche Darmflora dieses Vitamin bildet.
Vitamin K ist unentbehrlich für die Blutgerinnung. Bei Vitamin K-Mangel ist die Blutgerinnung verlangsamt und Blutungen im Körper treten auf. Soweit kommt es aber nur sehr selten, denn wie beim Vitamin B12 können wir unseren täglichen Bedarf mit Hilfe fleißiger Darmbakterien decken, die es für uns produzieren. Allerdings muss man bedenken, dass viele Medikamente (z. B. Antibiotika) die natürliche Darmflora schädigen können“.


